Als ich das zweite Mal geboren habe, hat meine Hebamme von der Plazenta meines Sohnes ein etwa ein pflaumengroßes Stück herausgeschnitten und meinem Mann gegeben. Er bereitete einen leckeren Smoothie mit Orangen daraus zu und diesen trank ich 1 Stunde nachdem der Mutterkuchen (Plazenta) als Nachgeburt geboren war. Der Geschmack war sehr neutral. Was mir aber auffiel, war, dass ich nach der Geburt schneller auf die Beine kam und ich einen besseren Milcheinschuss hatte als bei der ersten Schwangerschaft. Das freute mich so sehr, dass ich es nicht bereue getan zu haben. Bei meiner dritten und letzten Schwangerschaft habe ich dasselbe getan und auch direkt nach der Nachgeburt ein pflaumengroßes Stück roh gegessen. Der Geschmack ist etwas blutig und zäh, aber ich würde es immer wieder tun. Es gibt einer Frau, die 9 Monate schwanger war, genau die Kraft, die sie braucht – vor allem zum Stillen.

Warum ist die Plazenta so gut?

Die Plazenta besteht aus mütterlichem und embryonalem Gewebe. Rund 500 Gramm schwer und 20 Zentimeter groß ist der Mutterkuchen im Durchschnitt. In Form und Konsistenz ähnelt sie der Leber. Ihre Funktion ist allerdings eine andere. Während das Baby im Uterus reift, wird es über die Plazenta ernährt. In jeder Phase der Schwangerschaft hat der Mutterkuchen spezielle Aufgaben und reift mit dem Kind. Eine besondere Funktion ist die Plazentaschranke. Sie sorgt dafür, dass das Baby vor Keimen und Viren geschützt ist, indem diese von der Plazenta abgefangen werden.

Anwendungsmöglichkeiten:

Die Plazenta-Therapie ist eine natürliche Vorbeugungsmethode gegen postpartale Krankheiten. Sie geriet als uraltes Hebammenwissen im 20. Jahrhundert in Vergessenheit und wurde jetzt wiederentdeckt.
Viele Störungen nach der Geburt, im Wochenbett und in der Stillzeit würden nicht auftreten, wenn wir den alten Brauch, die Plazenta als Heilmittel einzusetzen, wieder pflegen würden.
Frauen, die nach der Geburt Plazenta einnehmen, fühlen sich kräftiger, sind wohlgelaunter und haben eine bessere Milchbildung. Außerdem verlaufen die Rückbildungsvorgänge nach der Geburt schneller.
In der Plazenta sind viele stresshemmende Hormone enthalten, die zu einer Endorphinausschüttung führen. Aus den Erfahrungen der Plazenta-Therapie wissen wir, dass durch den Verzehr von Plazentagewebe die Energie bis zur Euphorie gesteigert werden kann.
Im letzten Schwangerschaftsdrittel steigt die Progesteronmenge im Körper der Frau auf das etwa 60fache der „Normalmenge“ während des Zyklus. Mit der Geburt sinkt dieser Wert nahezu auf den Nullpunkt ab. Dieser Hormonabfall kann den Ausbruch einer postpartalen Erkrankung bewirken. Durch die gezielte und regelmäßige Aufnahme des natürlichen Progesterons aus der eigenen Plazenta in den ersten Monaten nach der Geburt wird eine Hormonmangelsituation vermieden, bis der Körper durch die Wiederaufnahme des Monats-Zyklus selbst wieder Progesteron produziert. Einer Behandlung mit synthetischen Progesteronen, sogenannten Progestinen, ist nicht anzuraten, da sie eine beginnende Depression noch verstärken und die körpereigene Progesteronproduktion unterbinden kann. Dasselbe gilt für die synthetischen Östrogene in der Pille.

Anwendungsmöglichkeiten für die Mutter:

Gegen das hormonelle Tief nach der Entbindung hat sich die Plazenta-Therapie als sehr wirksam erwiesen (auch zur Vorbeugung einer Wochenbettdepression)
zur Förderung des Milcheinschusses: 5 Tage lang täglich etwas Plazenta-Mittel einnehmen. Ohne Plazenta-Therapie findet der Milcheinschuss einer Erstgebärenden etwa am dritten Tag nach der Geburt statt. Mit Plazenta-Einnahme kann das Baby bereits 6 Stunden nach der Geburt weiße Muttermilch trinken.
Auch nach Gestose oder Kaiserschnitt können Frauen mit Einnahme von Plazenta voll stillen.
zur Anregung der Milchbildung: Pulver oder homöopathische Kügelchen von niedriger Potenz unter D30
zur Reduzierung von Milchbildung, Milchstau oder Brustentzündung: homöopathische Kügelchen ab D30 aufwärts
Eine Förderung der Rückbildung und der körperlichen Erholung der Mutter
kann Blutungen zum Stillstand bringen.

Anwendungsmöglichkeiten für das Kind:

Frühgeborene brauchen oft für die Dauer bis zum eigentlichen Geburtstermin noch Plazentakräfte (Niederpotenzen).
Neugeborene mit Verschleimung und Bronchitis sind schnell wieder gesund.
Soor am 5.-10.Tag kann mit der Plazenta-Nosode gut beeinflusst werden.
Kolik bei Säuglingen: Angstzustände, Stresserfahrungen und Notsituationen veranlassen die Darmmuskeln zu Krämpfen. Die Alarmstimmung des Bauches eines Kolikbabys hat ihren Ursprung meistens in einer Stresserfahrung der Mutter während der Geburt und manchmal auch schon aus der vorgeburtlichen Erfahrung. Unsere Emotionen sind vor allem in den Bauchreaktionen gespeichert – vom Gehirn werden diese in Heiterkeit, Müdigkeit, gute oder schlechte Laune übersetzt. Der Bauch macht die Stimmung. Hier kann mit Plazenta-Mitteln wirksam unterstützt werden, indem dem Neugeborenen ein wenig von den plazentaren Liebeshormonen mitgegeben wird. Die homöopathische Form der Plazenta-Nosode hat sich in der Kinderpotenz C7 als Tagesgabe bewährt.
Keuchhusten und andere Kinderkrankheiten: Alle Kinderkrankheiten haben gemeinsam, dass die Kinder durch die begleitende Behandlung mit Plazenta-Nosoden kaum Krankheitssymptome zeigen, obwohl nach der Genesung Antikörper gegen die Krankheit nachweisbar sind. Die Dosierung richtet sich nach der Einschätzung des Homöopathen.
Wie man also sieht und auch, wenn man nachforscht, bekommt man die Bestätigung, dass die Plazenta etwas wirklich Gutes ist – und für das Wohl der Mutter und des Babys ist es das Beste für die Gesundheit.

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